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Der Urwald brennt - und unser Asthma mit ihm

Im Sommer 2019 wüten Waldbrände in großen Teilen Brasiliens und Zentralafrikas. Das ist kein Regionales Problem - es betrifft uns alle. Und das nicht nur wegen den offensichtlichen Umweltschäden. Auch für Allergiker ist das ein massives Problem.

 

Der Regenwald brennt. Eine indigene Frau streckt ihre Hände in den Himmel, schlägt sie dann vor dem Kopf zusammen und beginnt zu weinen. Im Hintergrund sieht man das Flammeninferno, dass dabei ist ihre Zuhause zu verschlucken. Diese Bild gehen im August 2019 um die Welt. In diesem Sommer stehen Urwälder rund um den Globus in Flammen - vom Amazonas bis nach Afrika. Die Wälder entlang des brasilianischen Flusses brennen zwar beinahe jedes Jahr in der Trockenzeit, doch diesmal ist es besonders heftig. Und das ist auf vielen Ebenen problematisch: 

Zum Einen natürlich das offensichtliche: Durch das Feuerinferno werden unfassbar große Gebiete von Natur, Pflanzenwelt und Lebensraum von Tieren zerstört. Es wird Jahrzehnte dauern, bis sich der Regenwald davon erholt hat.

Zum Anderen das verstecke: Der Regenwald ist die buchstäbliche Lunge unseres Planeten. Über ein Viertel des Sauerstoffs wird dort produziert. Mit jedem toten Baum sinkt dieser Anteil. Und dann gibt es noch etwas, dass ebenfalls alle Menschen betrifft, aber vor allem Allergikern zu schaffen machen dürfte: Die Luftverschmutzung. Schon gewöhnliche Waldbrände können noch hunderte Kilometer weiter Asthmaattacken auslösen oder verstärken. Bei Feuern dieser Art wird der Radius noch um einiges größer. 

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Es ist drei Uhr Nachmittag in Sao Paolo, als sich der Tag zur Nacht verdunkelt. Von Rauch, der aus dem 2700 Kilometer entfernten Regenwald in die Stadt gezogen ist und irgendwann als schwarzer Regen herabfällt. Dieses Bild steht dafür, dass die verheerenden Brände im Amazonasgebiet kein regionales Phänomen sind. Sie betreffen nicht nur Brasilien – sie betreffen die ganze Welt. Allergiker sogar auf mehrere Arten. Denn der Staub, der in Form des schwarzen Regens vom Himmel fällt wandert noch viel weiter und verteilt sich in der Erdathmosphäre. Man sieht ihn zwar nicht mehr, aber dadurch wird das Immunsystem auch noch tausende Kilometer weiter unter gewaltigen Druck gestellt und muss doppelte Arbeit leisten. Das verschlimmert Asthmaanfälle und Hilft auch, solche überhaupt erst entstehen zu lassen. Die Feinstaubmessstationen zeigen diesen Sommer überall in Deutschland erhöhte Werte. Ob und wie stark das mit den brennenden Urwäldern südlich des Äquators zusammenhängt ist gegenwärtig noch Gegenstand von Untersuchungen. Wissenschaftler schließen aber nicht aus, dass die höhere Feinstaubbelastung einen direkten Zusammenhang spielen könnte.

 

Aber nicht nur auf der südlichen Erdhalbkugel brennen die Wälder. Auch in Meklenburg vorpommern kommt es diesen Sommer zu großen Waldbränden. Bedenken Sie, dass diese noch 200 Kilometer weiter deutlich spürbar sind.

Was Sie zum Schutz der Gesundheit bei einem nahen Brand beachten sollten:

  • Schließen Sie Fenster und Türen
  • Klima- und Lüftungsanlagen – ob zu Hause oder im Auto – sollten bei Brandsmog abgeschaltet werden
  • Menschen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen sollten sich bei massiver Geruchsbelästigung durch Waldbrände sicherheitshalber nicht im Freien aufhalten
  • Säuglinge und Kleinkinder sollten ebenfalls in Innenräumen bleiben
  • Den Brandort so weit es geht meiden

Die Feinstaub-Schadstoffe – Ihre Ursache und deren Wirkung Viele Studien wurden in Deutschland durchgeführt und veröffentlicht, in denen Feinstaub als Verursacher von Asthma und Lungenerkrankungen identifiziert worden ist. Dies liegt an den besonders kleinen Teilchen, die in die Lungenbläschen eindringen und so zudem auch noch für Herz- und Kreislauferkrankungen verantwortlich sein können. Wie sehr das der Fall ist, hängt nicht nur von der Größe, sondern auch von der Belastung ab.

Allerdings: Es gibt keine unschädliche Feinstaubkonzentration. Für die Bevölkerung der europäischen Union ergibt sich im Durchschnitt immer eine um mindestens ein Jahr reduzierte Lebenserwartung durch die Gesamtfeinstaubbelastung. Zu den Auswirkungen von Feinstaub gehören die Verstärkung von Allergiesymptomen, die Zunahme von asthmatischen Anfällen, Atemwegsbeschwerden und Lungenkrebs sowie ein gesteigertes Risiko von Mittelohrentzündungen bei Kindern. 

Wald, Brand
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